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Warum Missionieren bei der Digitalen Transformation für die Mülltonne ist !



Der heutige Video Blog von Markus Väth https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6306099707819229184/ bestätigte meine Beobachtungen der letzten Jahre und brachte mich zu diesem Blogartikel.
Digitale Transformation zu missionieren ist definitiv für die Mülltonne, wenn es so weiter geht wie bisher. Es bringt einfach nichts. Alle reden seit mindestens 6 Jahren um den heißen Brei herum und keiner weiss, wie es wirlich geht, außer die, die es sowieso schon von Anfang an leben und wissen.
Das ganze Thema ist längst abgedroschen, aber trotzdem mehr denn je in aller Munde. Auf Facebook tummelt sich nun die Generation 60+, die Trensetter sind längts weitergezogen. Wenn alle Innovation brüllen, die Konzerne und selbst die Coaching Freunde aus Hintertupfing, dann geht der wahre Trend längst in eine ganz andere Richtung.
Das ist wie mit den Nerd Brillen, die Ende der 90er von den wahren Innovatoren und Nerds getragen wurden, die dafür ausgelacht wurden, aber großes schufen, und heutzutage von jeder Wurstfachverkäuferin getragen werden, die so eine Brille zwar als Mode Accessoire verstanden hat, aber das Mojo und die Attitude dahinter nicht im geringsten.
Genauso verhält es sich mit der Digitalen Transformation gerade.
Innovatoren machen es einfach und leben Digitale Trends anhand vieler Tools und Arbeitsweisen. Slack, DaPulse, Evernote, Hire Vue, Agilität, Smart Work, GTD, Future of Work. Der Rest, der sich dem anfangs noch verweigerte, weil er zu sehr in seiner Microsoft-Project-Excel-eMail-Welt lebte, die er in den 90ern antrainiert bekommen hatte, fängt nun endlich 6 Jahre später an Evernote zu nutzen, um mal ganz was verrücktes auszuprobieren... :-p
So ist es immer, bis Trends von der Masse begriffen werden, sind sie schon wider Oldschool, denn das dauert oft zwischen 6 - 10 Jahren, bis es alle wirklich verstanden haben und vor allem, was viel wichtiger ist, auch leben.
Wieso also weiter Sisyphos-Arbeit leisten und die Schaafherde zu Slack und Evernote bringen, zu Homeoffice und Agilität, New Tools, Transparenz, Collaboration, Fast Turnarounds, etc pp, wenn man gleich mit den Innovatoren auf gleicher Augenhöhe zusammenarbeiten kann ? Ja, es entstehen hier auch Business Parallelgesellschaften, die die smart arbeiten und die, die hart arbeiten. ;-)
Selbst Privat macht man das, dass man sich mit Freunden auf gleicher Augenhöhe trifft, wo Austausch und Weiterentwicklung stattfinden können. Wo man sich gegenseitig befeuert und abholt, anstatt von grundauf zu Missionieren, und bockig zu diskutieren, dass viereckige Räder besser sind als runde und nicht einsehen wollen, welche Vorteile der Computer gegenüber einer elektrischen Schreibmaschine hat(die ja auch schon Innovativ genug ist).
Wir müssen endlich aktzeptieren, dass Missionieren bei der Digitalisierung ein Traum ist, der Innovation bremst und erst Erfolg hat, wenn der Trend-Zug längst abgefahren ist.
Und so geht das dann immer weiter. Ich bin mir sicher, dass die Tools und Trends, die wir 2012 gepredigt haben, dann 2025 normal sind, aber die Trends von 2025 werden dann erst 2035 richtig begriffen. Hinterher, weiss man immer mehr und das Rad des Lebens dreht sich weiter, der Eiswagen fährt weiter durch Schönbrunn und ruft: Gelati, Gelati.
Innovationsresistenz ist wie das Trotzalter bei Kindern, aber Leute, die eben nicht innovativ sind, werden da quasi reingedrängt und nehmen dann natürlich diese Haltung erstmal ein. Für viele ist es schmerzhaft und hat mit Verlusten zu tun, wenn das mühsam gelernte, die Business Tools und Arbeitsweisen der 90er Jahre, plötzlich nach 4 Jahren wieder ganz anders sein sollen oder adaptiert und verändert werden müssen. Dann kann eine Welt zusammenbrechen. Wieso Slack und DaPulss plötzlich für PM und Collaboration nutzen, wenn man doch gerade erst eMails und Excel begriffen hat und meint damit gut zu fahren. Schon wieder was Neues lernen ? Ja, weil es immer besser und einfach geht und schneller. Digitale Transformation ist eben gerade auch Simplifizierung und Effizienz. Wir nutzen die Tools nicht, weil sie so sexy sind oder wir auf Buttons clicken wollen, sondern weil sie Transparenz, Ordnung und Schnelligkeit ins Business bringen.
Die Welt ist nunmal Veränderung und Weiterentwicklung.
Was für den einen Leid und Angst hervorruft, ist des anderen Passion.
Wir Trendsetter(und sorry ich bin 1976 geboren und kein Millenial!) lieben es geradezu neue Dinge zu lernen, zu adaptieren und schnell umzusetzen, ja am Puls der Zeit zu sein. Die Amerikaner auch, die Bewohner der DACH Region weniger, zumindest die breite Masse, weil Startups und fitte Leutchen gibt es da auch, keine Frage. Uns wird nunmal in der DACH Region leider seit Jahrzehnten eingeimpft, es muss alles erst genau geprüft werden, wissenschaftlich bewiesen und alle Risiken berechnet, ehe man einen Wechsel macht, bzw. etwas neues ausprobiert oder gar im Unternehmen einführt.
Dazu braucht es erst eine Marktstudie, damit wir uns das dann auch trauen.
Aus diesem Teufelskreis, können nur die wenigsten raus, wie auch, Sie haben es nicht anders gelernt oder es fehlt der Mut zur Veränderung. Da hilft dann auch kein Missionieren oder Workshops, wenn hinterher doch wieder so weitergewurschtelt wird wie bisher und eMails mit reply to All versendet werden an alle 89 Projektmitglieder, die dann wiederum schnell antworten, weil eMail geht ja schneller als der Brief und ist innovativ.
Der letzte Blogartikel der österreichischen Microsoft Chefin, Dorothee Ritz: https://news.microsoft.com/de-at/features/angst-ist-ein-schlechter-ratgeber-wer-die-chancen-der-digitalisierung-glaubt-muss-der-cloud-vertrauen/ zeigt das auch sehr gut und spricht zB. von der "Angst vor der Cloud in 2017!".
So kann es nicht funktionieren, wenn wir Angst haben und weiter abwarten was so passiert und ob das Internet nun böse ist oder doch gut?!?!, liebe Leute !
Auch fehlt die Zeit nach dem Workshop oder der Digitalen Konferenz, das neue ausführich im Alltag zu üben und somit landet es wieder in der Schublade, bis man es dann 5 Jahre später wider herausholt, weil es doch nicht mehr anders geht und plötzlich geht die Transformation dann doch in 1 Woche.
Das ist ein bischen wie die Deutsche-Merkel Politik der letzten Jahre, wo auch immer erst so lange abgewartet wurde, bis es nicht mehr geht und dann wird schnell umgeschwenkt. Klar, wenn Feuer am Dach ist, ruf ich halt die Feurwehr.
Viele oldschool Manager handeln genauso: Unrat vorbeischwimmen lassen, Trends verschlafen oder aussitzen und das wiederum bremst Innovation und demotiviert Mitarbeiter langfristig, wenn sie nicht gehört werden oder der Chef von SQL Datenbanken so fasziniert ist, dass er keine anderen Tools nebenbei duldet, auch wenn Sie diese besser, schneller, am Puls der Zeit und billiger wären.
Sie sehen, das waren nun viele Gedanken und Erfahrungen, die auch Sie vielleicht ähnlich erlebt haben. Hier freue ich mich immer um Brüder und Schwestern im Geiste und Zuschriften, denn letzendlich müssen wir Trendsetter uns zusamenschließen, anstatt unsere Zeit mit Missionieren zu vergeuden, denn dann sind wir besser und schneller, als die Schafherde.
Man muss also seinen Fokus ändern, denn wenn man mit gutem Beispiel voran geht, dann folgen die Schafe schon irgendwann, weil sie auch mitspielen wollen und das ist auch gut so.
Wir müssen nicht alle auf dem gleichen Wissenstand sein, es reicht, wenn die Agilen, die besten Tools und Workflows nutzen, gut in einem Netzwerk organisiert sind und damit gutes Geld verdienen. :-)
Ich glaube auch, dass das qualitätvolle Handwerk und das Human 2 Human Business zunehmen wird, weil Globalisierung, Informationsflut und Algorithmen im HR nach dem Hype langfristig auch nicht die gewünschten Erfolge bringen werden.
Der Mensch bleibt nunmal ein Mensch mit Seele, Geist, Herz und Verstand.

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