Direkt zum Hauptbereich

A Good Consultant with Passion

A Good Consultant with Passion

Nachdem wir im letzten Artikel, etwas geschimpft und die momentanen Probleme der Beratungsbranche erörtert haben, wollen wir nun die ideale Beratungs-Welt, sofern es sie geben kann, skizzieren.
Das, das einfacher ist, als die Probleme zu beleuchten, aber oft nur an der Umsetzung scheitert, ist kein Geheimnis, es braucht eben nur den RUCK, der die Gesellschaft anstösst, endlich etwas zu verändern, bzw. sich an das neue Zeitalter anzupassen, anstatt die bequemen Privilegien zu geniessen.

Um die Leser nun nicht zu ermüden, habe ich die positiven Punkte einmal hier aufgelistet, was ich unter einem "Perfekten Berater" verstehe und jeder kann selbst entscheiden, ob er das unterschreiben mag oder nicht:

  1. Beratung kommt von Rat geben, d.h. ein guter Berater hat jahrelange Erfahrung, Expertise und ist mindestens Anfang 40 als Junior Berater und Anfang 50 als Senior. (Wieso kann und sollte ein/e 25 jährige/r beraten ?)
  2. Die Expertise sollte in dem Feld, das er berät auch praktisch vorhanden sein und nicht nur theoretisch mit Fleiß angelernt. Die besten Unternehmensberater in den USA sind diejenigen, die mindestens 1-2 mal mit einer Firma Insolvent gengangen sind, weil sie kennen die Vorzeichen einer Pleite und wissen wie ein solcher Prozess bis zum Ende abgewickelt oder vorgebeugt werden kann.
  3. Ein guter Berater stützt sein Wissen auf praktische Erfahrung, theoretisches Fachwissen und 'Denken out of the Box',  in Kombination mit Emphatie und Sozialkompetenz.
  4. Gute Berater können täglich guten Gewissens in den Spiegel schauen, sind mit sich selbst im 'reinen' und haben höhere Ideale, als nur die Boni am Jahresende. Sie arbeiten aus Passion und weniger, weil Sie schnell höher auf der Karriereleiter steigen wollen.(Nur Bauern streben nach Sozialem Aufstieg!)
  5. Sie können logisch Denken und wer das kann, der schämt sich selber, wenn er 'Binsenweisheiten' in Powerpoint Presentationen giesst, um damit ein teures Honorar zu rechtfertigen.
  6. Gute Berater stehen nicht unter Umsatzdruck, weil das schädlich für Beratungsmandate und deren Abwicklung ist. Gute Projektabwicklung braucht Zeit, Innehalten und Marktbeobachtung.
  7. Gute Berater sind Persönlichkeiten, die sich nicht in Konformität pressen lassen, die als Typ, als Mensch wahrgenommen werden und deswegen über den Dingen stehen, weil Sie Freunde aus allen Gesellschaftsschichten haben (vom Bauarbeiter über den Banker, bis zum Politiker, Filmstar oder der Krankenschwester).
  8. Gute Berater sind Dienstleister und das kommt von 'dem Kunden Dienen'.
  9. Gute Berater bekommen das Feedback positiv zum Markt zurück, von Menschen, denen sie auch Jahre später noch in die Augen sehen können und die ungefragt von ihnen begeistert erzählen.

Man könnte diese Liste noch weiterspinnen, aber als Beispiel denke ich reicht es aus, um zu veranschaulichen, wohin die Reform gehen muss.  Meiner Meinung, hat jeder Mensch seine Berufung, nur nicht alle finden sie auch im Leben. Sie wird viel zu oft nach Trends ausgerichtet, als nach den wirklichen Fähigkeiten, die ein Mensch hat.

Einer will Berater werden, obwohl er vielleicht ein besserer Arzt oder Handwerker wäre, die nächste wäre eine bessere Mutter oder Krankenschwester, aber beginnt wegen ihrer guten Abschluss-Noten und weil man da viel Geld verdient in die Beratung, etc pp. und genau dort liegt dann das Problem, dass Menschen Berufe ausüben, die nur aufgrund des Fleißes zu Ihnen passen, aber nicht wegen der Passion.

Passion ist das wichtigste bei der Berufswahl, aber die wenigsten kennen ihre Passion oder trauen sich nicht, diese auch Umzusetzen, sei es weil die Eltern sagen: 'Werde nicht Musiker, sondern Anwalt.' oder weil sie eben diese Passion noch nicht für sich selber gefunden haben.

Mögen wir uns an die 'alte Garde' / Generation erinnern, die mit Bescheidenheit und Wissen, großes in den Nachkriegsjahren geschaffen haben - aus Passion und aus der Not heraus.

Im Sandkasten wollten alle immer Häuptling sein, aber zuvor muss man auch lang genug Indianer sein, denn wenn man Häuptling ist, dann sind 50% des Lebens bereits hinter einem.

In diesem Sinne, geniessen wir mehr das Indianer sein, als uns zu früh mit fremden Federn zu schmücken !




Beliebte Posts aus diesem Blog

The Generic Breadhunter Ads 2017 - Another New Book

This is a Manifesto of Generic Advertising from the last 5 years, the generic Breadhunter Ad Campaign as Coffee-Table-Art-Book from November 2017. It's not an important book, but it's essential, if you are sick of the generic marketing campaigns everywhere on social media and in print.
This picture book is a inspiration to be more creative in social media ads and marketing as well. We have to stop this generic bullshit and concentrate on real, intelligent ads plus on our work too.  I would love to see my campaign on billboards around the world, :-p, maybe someone will do it... Find more Information here. Greetings from Vienna, Thomas Zahlten PS: Available from 27th of November 2017 at Amazon and everywhere in bookstores.

Baby-Boomer, Generation X und Millennials, der einzige Unterschied ist der Fokus, gespielt haben alle

Guten Morgen, hier nun die letzten Gedankenspiele zu diesem Thema, dann sind wir glaube ich durch damit. Wie die Überschrift schon sagt, unterscheidet diese 3 Gruppen eigentlich nur der Fokus, sowie vielleicht die technischen Möglichkeiten, der Spiel und Spassfaktor war und ist der gleiche, nur eben mit und ohen Social Media. Ich denke, um diese 3 Arten zu verstehen und was sie bewegt, ist es wichtig sich nochmal die jeweiligen Zeiten ins Gedächtnis zu rufen, als diese 3 Gruppen zwischen 20 und 30 waren. Dann wird ganz klar, dass diese Zeiterscheinungen unterschiedliche Ziele hatten, die alle mindestens so viel Spass gemacht haben, wie das Gründen eines Startups, nur erreicht letzteres seit einiger Zeit die größte Beachtung, weil es mit Arbeit zu tun hat und wichtiger erscheint, als vielleicht die Trends und Ziele der Baby-Boomer und Generation X. Die folgenden Kurzcharakteristika, helfen vielleicht etwas beim Verständnis, auch wenn man über dieses Thema auch eine Doktorarbeit schreibe…

Headhunting is like Fine Arts and Rocket Science, Mass Recruiting is the modern job slavery and like fast-food

Yes, there was a blog post about this 1 year ago by BREADHUNTER, but I think during these times, you can't talk enough about this topic to open people's mind and attitude about it. If HR departments and companies understand the difference of this topic, I am sure the quality of the right, fitting candidates will rise and you have in the end engaged and happy employees, instead of just another filled position with a bread-and-butter-worker. In times where professions are diluted by adventurers, executive search and headhunting came to a professional level like a real-estate-agents. Everybody does it, from housewives to financial-services sales freaks or ex-car salesmen. Because you have no seal of quality our industry was flooded by everyone who had no idea, which job he can do, so let's became a recruiter. Ok, now to the difference of the fine arts of real headhunting, which is also like cooking with a lot of spices and high-quality ingredients vs. fast food. In traditional job…