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Die 3 Top Skills der Headhunter - 'Berufslügner', Networker & Social Media Expert


Frage: Was hat sich die letzten 16 Jahre im Top Headhunting geändert ?

Antwort: Nichts, außer die Zeit.


Quelle: http://www.figurentheater-wolkenschieber.de/momo-fotos.htm

Blogger, Headhunter, Recruiter, HR Busines Partner, Personalberater, HR Direktoren, 'Graue Herrn' und Personalberater stellen sich seit Jahren quartalsweise die gleichen Fragen:
  1. Was hat sich geändert ?
  2. Hat sich etwas geändert?
  3. Was ist der 'Heilige Gral' des Recruiting ?
  4. Wie wird man effizienter ?
  5. Woher bekomme ich gute Bewerber ?
  6. Was sind Vorteile im Recruiting gegenüber dem Mitbewerb ?
  7. etc pp., die Schlange beisst sich in den Schwanz.
Wir alle kennen diese immer wiederkehrenden Artikel und sie zu lesen, hilft uns manchmal, sich selbst zu sortieren und sich seinen Job immer wieder bewußt zu machen, nämlich schnell und einfach immer wieder von Vorne Top Kandidaten zu finden, die der Kunde nicht am Markt finden konnte.
Gelingt einem das schnell & easy, so ist man ein guter Headhunter, ja DER Experte.

Doch mal ehrlich, eigentlich hat sich nichts geändert.
Headhunter müssen seit der Erschaffung der Welt, einfach gute 'Lügner' im Direct Search sein, wenn Sie in Unternehmen mit Cover-Stories hereintelefonieren, sie brauchen ein gutes persönliches Netzwerk, sowie mindestens 20 k LinkedIn & Xing Kontakte für erfolgreiches Sourcing.

Social Media Skills für Twitter, neue Tools und Datenbanken sind auch noch gefragt und das wars dann aber auch schon, denn Inserate schalten und aufs CRM System Knöpfchen drücken, dass kann der Kunde auch noch selbst, kann aber nur 10% des Headhuntingprozesses sein, will man seinen Job gewissenhaft und nicht 0815 machen.

Letztendlich zahlt der Kunde für die 'verdeckte Suche anhand von Lügengeschichten', sowie für das persönliche Netzwerk des Headhunters und diese beiden Skills, sollten Excellent sein, wenn der Kunde dafür 30 k € Honorar auf den Tisch legt.

Vor 16 Jahren, ohne Social Media, umgab etwas Mystisches uns Headhunter, denn wir hatten die selbstgebauten Datenbanken und Excelsheets, die ein wahrer Schatz waren, in Verbindung mit klassischem Direct Search (dem Ausforschen von Arbeitskräften in Unternehmen anhand von Lügengeschichten, die man Personen in Schlüsselpositionen per Telefon erzählt, um an Telefonlisten und passende Mitarbeiter zu gelangen).

Heute, durch das Internet, LinkedIn, Xing & Co, wurde das Headhuntign Mainstream und viele Personalberatungsbuden drängten seit 2003 auf den Markt, denn selbst die Hausfrau aus 'Vanne Eikel' hatte verstanden, dass sich mit Open BC (später Xing), viel Geld von zu Hause aus im Recruiting verdienen lässt.

Seit 3 Jahren können wir sagen, dass die 'Alten' Skills, der Direct Search wieder stark im kommen ist, die Königsklasse im Headhunting, die, so würde ich sagen, nur 5% richtig gut beherrschen, wenn sie Schlitzohren sind und 'Schmähbrüder'.

Inserate schalten und Datenbanken bedienen ist am Markt nichts mehr wert, richtiges Social Media Sourcing hingegen kann und sollte sich vom Honorar durchaus im unteren Fünfstelligen Bereich bewegen, genauso wie der Direct Search.
Leider fehlen bis heute Zertifizierungen und das seit Jahren von einigen geforderte AMA Gütesiegel für Headhunter, das wirkliche Top Headhunter auszeichnen könnte und anhand von KPI's und Prüfungen nur an die 'besten' der Branche vergeben wird.

Qualitative Suchen, sei es im Direct Search oder Social Media Bereich kosten Zeit und Geld, die man heute nicht immer hat und deswegen sich Kunden, wie auch Anbieter an minderwertige Qualität gewöhnt haben.

Wem von Ihnen ist denn klar, dass ein BASIS Headhunt mit Direct Search & Social Media für 1 Position mindestens 130 Arbeitsstunden alleine für eine Marktsondierung und Erstansprachen benötigt, will man eine gewissenhafte Suche abliefern, ohne 'Lucky Punsh' aus der Datenbank oder vom Inserat, was natürlich immer wieder mal vorkommt und dann wiederum schnell verdientes Geld ist.

Ich glaube Kunden, wie Headhunter müssen wieder ein Gespür für Qualität bekommen, ähnlich wie Kinder, die nach jahrelangem Fast Food, wieder lernen Salat und Selbstgekochtes zu essen, den Unterschied schmecken lernen, zwischen Tiefkühlpizza und Pizza mit Sauerteig aus dem Holzofen.

Und die Erde dreht sich doch und in 10 Jahren werden wir weiter über Recruiting Trends debattieren in unserem emotionalen, windigen Headhunting Gewerbe, doch die Top Headhunter, werden immer noch die sein, die ein Telefon & ein Netzwerk haben, Unternehmer 'alter Schule' mit dem Auftreten von Gentleman und ein bisschen auch von 'grauen Herrn'..... :-)


"Die ganze Welt ist eine große Geschichte und wir spielen darin mit." 
                                 (aus: Momo, von Michael Ende)

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