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Wie verblödet sind wir eigentlich oder sind Studien mit 0,1% Marktdurchdringung sinnvoll ?



http://bit.ly/2eFgUzq

http://bit.ly/2fFzKqY

Ich beziehe mich auf die obigen 2 Blogartikel(Links), die ja recht nett sind und sicherlich Firmen bei der Auswahl von Bewerbermanegement Software helfen können, was wohl sicherlich die Hauptintension der Verfasser war(es gilt die Unschuldvermutung), aber...

....sorry, mein Hirn ausschhalten kann ich beim Lesen einer solchen Studie dann trotzdem nicht, denn, wenn ich einfache Mathematik bemühe und man etwas nachdenkt, ergibt sich folgende Rechnung:

ca. 3.629 666 Unternehmen gibt es laut dem Statistischen Bundesamt 2013 in Deutschland > vgl: 
davon:
3.267 113 Unternehmen unter 1 Mio € Umsatz in Deutschland (diese beachten wir jetzt einmal nicht)

_________________________________________________________________________________
Als relevante Unternehmen zähle ich nur nachfolgende mit über 1 Mio € Umsatz:

  156 021  Unternehmen bei   1 -   2 Mio € Umsatz
  154 073  Unternehmen bei   2 - 10 Mio € Umsatz
    40 170  Unternehmen bei 10 - 50 Mio € Umsatz
    12 288  Unternehmen mit 50 Mio € Umsatz und mehr

= 362.552 relevante Unternehmen mit 1 Mio bis über 50 Mio € Umsatz.


Die Recruiting Studie wurde nun bei 400 Unternehmen / Personalern durchgeführt!
(Ich gehe hier einmal davon aus, dass pro Unternehmen nur 1 Personaler befragt wurde.)
Rechnen wir also wieder weiter: 

362.552 relevante Unternehmen in Deutschland - 400 Unternehmen / Personaler, die Befragt wurden
= 362 152 relevante Unternehmen / Personaler bleiben übrig, die in der Studie nicht erfasst wurden.

Macht also einen Marktanteil von ca. 0,1 % der von der Studie erfasst wurde.
Aha, mhm... suuuuper!

Recruiting ist Marketing und Studien wie diese wohl manchmal auch. 

Das Erschreckende ist nur, das solche Milchmädchenrechnungen den wenigsten heutzutage auffallen, wenn ich mir da so die Social Media Likes und Kommentare ansehe... :-). 
Im Marketing 4.0 geht es nur noch darum viel heiße Luft zu verbreiten, wenn keine passenden Fakten gegeben sind, die etwas hermachen. Dass, das zum Boomerangeffekt werden kann, wird dabei nicht bedacht.

Nachfolgende TOP ATS(Applicant Tracking Software) Anbieter wurden in der Studie gar nicht beachtet, obwohl einige von diesen, den "altbekannten" ATS sehr gefährlich werden könnten, aufgrund ihrer Tools, Einfachheit in der Bedienung und dem Preis:


Vermutlich ist mein Anspruch zu hoch
50% der 362.552 relevanten Unternehmen in Deutschland oder wenigstens 25%  davon für eine Studie zu befragen, aber was bringt eine Studie oder ein Award, bei der man nur 0,1% des Marktes erfasst hat ? 
Ist das dann Repräsentativ ? 
Sinnvoll ? 
Oder nur verunglücktes Marketing, wo der Pferdefuß im Detail steckt, den hoffentlich niemand ausgräbt, weil sonst wird das ganze schnell zum Shitstorm in Social Media - der Supergau für ein jedes Unternehmen.

In der Uni wurden wir 7 Jahre lang auf Fakten, Relevanz und Beweisketten getrimmt und nun sollen wir dieses DENKEN im Daily-Business seit Jahren einfach ausschalten ?

Hm, schwierig...ist aber leider so. Diesen neuen Trend haben ja Gunter Dück und Lars Vollmer auch schon in Ihren Büchern mit zahlreichen Beispielen belegt und das Bild oben sagt den Rest.

In diesem Sinne, trotzdem einen schönen Abend aus Wien wünscht das Enfant Terrible


Thomas Zahlten


PS
Dieser Blogartikel spiegelt lediglich die persönliche Meinung von Thomas Zahlten wieder, ob Ihnen diese nun gefällt oder nicht, sei einmal dahingestellt. :-)




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