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Fakten und unbequeme Wahrheiten sind fruchtbar für emotionale Debatten oder warum man Thilo Sarrazins Buch lesen sollte



Er hat es wieder getan und das ist gut so! :-)
Ein Buch über den Islam veröffentlicht, das zur Auseinandersetzung mit diesem 'heißen Eisen' anregt und es wird kein Spaziergang werden, aber diese Auseinandersetzung ist wichtig, wenn wir weiterhin friedlich mit anderen Kulturen im gegenseitigen Respekt zusammenleben wollen in Europa.
Da ich erst am Anfang von Sarrazins neuem Buch: Feindliche Übernahme bin, möchte ich hier keine Inhaltsangabe machen. Dieses Buch muss man erstmal lesen, verstehen und sich dann eine Meinung bilden und nicht gleich vorher schon in hysterisches Geschrei ausbrechen, weil jemand es gewagt hat, unaussprechliches zu benennen und zu veröffentlichen. Wir machen es uns zu einfach und besonders die gleichgeschaltete Presse, die alle in das gleiche Horn blasen, wie mir bisher scheint, um dieses Buch nieder zu machen, wenn wir nur Teilbereiche daraus zitieren und diese dann verteufeln oder immer nur political correct sein wollen.
Dieses Buch kann in 20 Jahren so eintreten, wenn wir uns nicht damit auseinander setzen und Lösungen finden, sowie Grenzen aufzeigen, wie es nicht weitergehen kann und diese verteidigen, anstatt sich auf der Nase herum tanzen zu lassen, wie junge Eltern, die ihrem 3 jährigen Trotzkopf sagen, dass sie nun sehr traurig sind, weil er / sie die Vase kaputt gemacht hat.
Als Orientalist, der von 1998 bis 2007 sehr viel den Orient bereist hat und unzählige Bücher zum Islam und Koran gelesen hat(meine Bibliothek umfasst ca. 800 Bände allein zum Theme Orient), gehöre ich trotzdem nicht zu den Träumern dieses Handwerks, sondern würde mich als Befürworter der radikalen Mitte bezeichnen. Ein Stil beinflusst von Peter-Scholl Latour, Werner Ende, Suraiya Farouqhi, Hans-Georg Majer, Jens-Peter Laut, Bert Fragner, uva., die meine Lehrer waren, alle ein ähnlicher Jahrgang oder etwas älter, wie Thilo Sarrazin.
Ich kann andererseits auch gut meine muslimische Freunde verstehen, die einerseits den Islam als ihre Religion verstehen, weil sie da hinein geboren sind und andererseits, diese nur halb Leben, wie eben auch zB. moderate Katholiken Sex vor der Ehe betreiben ;-) und nicht jeden Morgen um 5:30 h zum Rosenkranz gehen.
Zu sagen, alles ist doof bringt uns nicht weiter in dieser Debatte, zu sagen alles ist SUPPI, wie die Linken und Grünen, auch nicht. Viele Muslime machen sich ihren Islam, wie Sie es für sich leben können, ähnlich wie wir Christen nicht alle streng religiös sind (es sei denn wir leben in einem kleinen Bergdorf und sind alle Geschwister :-p) und genau dieser Mehrheit, die Brückenbauer sind zwischen Europa und dem Orient dürfen wir uns nicht verschließen. Die beide Kulturen verstehen und sich den Islam selbst lebbar gemacht haben, da sie manchmal auch Alkohol trinken, in Clubs in Istanbul am Bosporus genauso zu DJ's aus Canada feiern oder spontane Privatparties in Teheran abhalten mit Whisky aus Dubai und Badischem Wein. Das war schon 1998 so und hat sich bis heute nicht geändert.
Die Herausforderung sind die wenig gebildeten Schichten im Orient wie auch in Europa, die alles so glauben und machen, wie es Ihnen in der Moschee vom Imam gepredigt wird, denn die Moscheen übernehmen nun mal teilweise auch die soziale Grundversorgung, finanzieren Schulen, Krankenhäuser, Essen und die Rente, neben den deutschen Sozialämtern und Harz IV. wie wir seit einigen Monaten wissen. ;-) und dafür ist eben auch Staatsversagen verantwortlich, also ein riesiges Thema und viele Ursachen. Wir alle wissen was in Syrien, Libyen, Afghanistan und dem Irak nun los ist. Arabischer Frühling und danach unkontrolliertes Chaos, aber das führt nun zu weit.
Bildungsferne Schichten sind überall schwierig zu handhaben, sei es der Deutsche Ballermann Tourist, Yüksel aus Anatolien oder Mbehle aus Togo. Diese Menschen finden wir überall auf der Welt, auch in den Favelas in Südamerika oder in Sibirien.
Sie muss man alle an der Hand nehmen, und langsam auf den Fortschritt vorbereiten und integrieren, aber das kann nur schrittweise geschehen zB mit Sparingpartnern aus der Bevölkerung, die das auch wollen, aber nicht durch offene Grenzen und unkontrollierte Masseneinwanderung, wie es bisher blauäugig geschah und zum Glück in Österreich nun abgestellt wurde.
Akademiker von überall aus der Welt verstehen sich auch meistens untereinander und hier ist ein Austausch oft eine Bereicherung, da man 'denken' gelernt hat, völlig egal, ob in Togo, Istanbul, Teheran, Cairo oder Rio, aber diese Weltbürger sind selten in der Politik tätig(außer bei der UNO zu einem Tax Free Lohn ;-)), genauso wenig wie Intellektuelle und arbeiten eben in verschiedenen Berufen, sind aber eher Integrationsbeauftragte ohne Mandat, obwohl sie viel für die Gesellschaft leisten.
Ich denke hier an viele Freunde die an Universitäten, als Automechaniker, Elektriker, Verkäuferin, in Unternehmen und Behörden arbeiten, Muslime sind und integriert, ja meine Freunde, die ich nicht missen will, da sie meinen Horizont bereichert haben und bereichern.
Doch nun zurück zu Thilo Sarrazins Buch, bis jetzt denke ich zeigt er sehr gut die unbequemen Fakten und Wahrheiten auf, vielleicht an mancher Stelle etwas überspitzt, um eben zur Diskussion anzuregen, damit etwas geschieht.
Als Akademiker oder Mensch der zumindest die Volksschule besucht hat und lesen kann, sollte man diese Kritik verkraften können und sich damit auch auseinandersetzen, anstatt Sie von vornherein zu verteufeln oder auszublenden. Ja, sie ist unbequem und die schöne, heile, rosarote Multikultiwelt wird erschüttert, aber ich glaube selbst meine muslimischen Freunde würden Sarrazins Buch an manchen Stellen zustimmen, da Sie ähnlich denken und die Fundamentalisten auch nicht mögen, ja vielleicht sogar vor Ihnen geflohen sind.
Letztendlich könnte man alles auch vom unternehmerischen Standpunkt sehen, wer arbeitet und Unternehmer wird, bekommt ein Bleiberecht, das an den Job gekoppelt ist, wer nichts zur europäischen Gesellschaft beiträgt muss zurück in seien Heimat. Parallelgesellschaften und eine Vogel Strauß Taktik zu dulden, das kann jedenfalls nicht die Zukunft für Europa sein, wieso auch?
Und auch hier ist es wieder wie bei der Kindererziehung oder bei einem Haustier, ist man konsequent, funktioniert es und es entsteht Weiterentwicklung und Charakter, lebt man a la Laissez Faire der 68er Jahre, kommt das heraus, was wir gerade in der Politik(die nun von den Kindern der 68er gemacht wird!) in Deutschland und Europa erleben, ein unkontrollierter Wahnsinn mit Maulkorb für Intellektuelle, die nicht konform sind oder eben einfach nur die Fakten lieben und denken können.
Thio Sarrazin hat allein mit seinem Vorwort in seinem neuen Buch, den Nagel auf den Kopf getroffen und auch wenn Sie das Buch nicht lesen, so sollten Sie wenigsten dieses Vorwort Lesen und die dort aufgezeigten, nachprüfbaren Fakten nicht emotional wiederlegen.
Beste Grüße aus Wien
Thomas Zahlten
Bildquelle: FBV Verlag, München

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